„Lebenszeichen“ Informationsabend „Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen“
01.03.2012Donnerstag, 1. März 2012
18.00 Uhr
„Lebenszeichen“
Informationsabend zum Thema
„Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen“
„Ich wollte meinen seelischen Schmerz durch einen körperlichen ersetzen. Keiner verstand, wie es mir ging, jeder verachtete mich, weil sie beim Sport meine Narben sahen. Ich war so verletzt, weil sie mich hassten. Ich ritze jetzt schon seit knapp 1 ½ Jahren. Ich bin aber im Moment auf einem guten Weg, damit aufzuhören. Ich verstehe die Menschen, die sich so was zufügen. Es ist ein erleichterndes Gefühl.“
(Quelle: Internetkommentar zu „Warum sich Jugendliche Schmerzen zufügen“, auf www.welt.de)
In einer Studie aus dem Jahr 2005 berichten 10% der befragten Jungen und 20% der Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, sich schon einmal absichtlich Selbstverletzungen in Form von Ritzen, Schneiden oder Verbrennungen zugefügt zu haben. Bei den meisten handelt es sich um einmalige oder seltene Vorkommnisse. Jedoch berichten 2% der Jungen und 6 % der Mädchen, sich wiederholte bis regelmäßige Verletzungen zuzufügen. Dies wird von den Eltern oft unterschätzt, bzw. meist gar nicht wahrgenommen.
An diesem Informationsabend soll zum einen das Phänomen „selbstverletzendes Verhalten“ näher erläutert und dabei auf Formen, mögliche Ursachen, Auslöser und Funktionen eingegangen werden.
Zum anderen sollen hilfreiche und weniger hilfreiche Reaktionen einander gegenübergestellt und therapeutischen Interventionsmöglichkeiten vorgestellt werden.
Vor allem aber möchte ich Schülern, Eltern und Lehrern die Möglichkeit geben, ihre eigenen Fragen und Gedanken zu diesem oft tabuisierten oder schambehafteten Thema zu äußern.
Anmeldungen zu diesem Informationsabend sind ab sofort möglich
per Mail: ratsuchen@aol.com
oder telefonisch: 02247 / 917765 (ggf. bitte auf die Mailbox sprechen)
Der Raum, in dem die Veranstaltung stattfindet (abhängig von der Teilnehmerzahl) wird rechtzeitig über die Homepage bekanntgegeben.
Manuela Schmidt (Schulpsychologin, Psychologische Psychotherapeutin)

