Skip to the navigation Skip to the content
 > Modellschule G8-G9Die Schule > Modellschule G8-G9


In 12 oder 13 Jahren zum Abitur?

Antoniuskolleg macht mit beim Modellversuch der Landesregierung

Die Einführung des sog. Turbo-Abiturs im Jahre 2005 wurde von

Schülern, Eltern und Lehrern

zum Teil heftig kritisiert.

So entschied sich die Landesregierung zu einem Schulversuch,

der ausgewählte Schulen freistellte, für eine bestimmte Dauer

zum G9 Jahrgang zurückzukehren oder parallel einen

G8 und einen G9 Jahrgang anzubieten.

Wissenschaftlich begleitet wird dieses Projekt von der Ruhruniversität Bochum.


G8 weiter in der Kritik


In Deutschland sind zwölf Jahre bis zum Abitur zur Regel geworden. An die gemeinsam vierjährige Grundschulzeit schließen sich nur noch acht statt neun Jahre am Gymnasium an (kurz: G8)


Zentrale Argumente für G8 waren eine im internationalen Vergleich lange Dauer der Schulzeit bzw.ein später Eintritt in Ausbildung und Beruf.


Die Kritik von Lehrern und Eltern am „Turbo-Abitur“ ist jedoch auch einige Jahre nach der Umstellung immer noch groß. Viele sehen in der zeitlichen und stofflichen Verdichtung eine Überforderung von Schülerinnen und Schülern. Unter den spezifischen Bedingungen von G8 werde die Lebenszeit von Jugendlichen zu stark verplant, und das in einer Phase, in der sie Zeit zur Orientierung und Selbsterprobung auch in außerschulischen Bereichen benötigen.


11 Schulen machen mit bei G9


Die NRW-Regierung eröffnete dem Gymnasium die Möglichkeit, sich zum Schuljahr 2010/2011 an einem Schulversuch zur Wiedereinführung eines neunjährigen Bildungsgangs zu beteiligen. 13 Schulen hatten ursprünglich die Zusage zur Teilnahme an „G9-neu“ erhalten, davon drei Gymnasien mit einem parallelen Angebot beider Bildungsgänge. Der Modellversuch läuft zunächst sieben Jahre, letztlich bis ins Jahr 2024.


Das Antoniuskolleg ist eines der inzwischen nur noch zwei Gymnasien, die an dem Modellversuch der Landesregierung teilnehmen und beide Bildungsgänge parallel anbieten. Die Schulleitung des Antoniuskollegs ist zudem Mitglied im Beirat des Projekts, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung sowie Mitglieder der Forschungsgruppe vertreten sind.


Was bedeutet dies für Eltern der 4. Grundschulklassen und ihre Eltern?


Die Eltern der 4. Grundschulklassen, die für ihr Kind einen Aufnahmeantrag am Antoniuskolleg stellen, können einen Wunsch äußern, welchen Bildungsgang sie für ihr Kind wählen möchten, den achtjährigen oder den neunjährigen. Im ersten Fall beträgt die normale Lernzeit in der Sekundarstufe I fünf Jahre, im zweiten Fall sechs. Die gymnasiale Oberstufe beträgt im Regelfall für beide Gruppen drei Jahre.


Die letztendliche Entscheidung behält sich die Schule vor, dieser gehen jedoch im Unsicherheitsfalle ausführliche Beratungsgespräche voran.


Wie soll die längere Lernzeit genutzt werden?


Die längere Lernzeit dient der individuellen Förderung und erweiterten Übungsphasen sowie verstärkt schülerorientierten Unterrichtsprojekten. Damit soll der oben genannten Kritik am G8-Modell entgegengewirkt werden und das individuelle Lernen der einzelnen Schülerin, des einzelnen Schülers in den Blick genommen werden. Für eine nicht geringe Zahl von Schülerinnen und Schülern ist der G8-Jahrgang aber aufgrund ihres Lernverhaltens und ihrer potentiellen Möglichkeiten die bessere Schullaufbahn, wir sehen hier G8 genauso wie G9-neu als Möglichkeit der Förderung der individuellen Anlagen des einzelnen Kindes. Nicht alles ist für alle Kinder gleich gut.


Interessierte Eltern und natürlich auch die Kinder sind herzlich eingeladen sich bei Fragen an uns zu wenden. Wir beraten Sie und Euch gerne!



Die Schulleitung des Antoniuskollegs


Weitere Informationen zum Modellversuch:

Tabellarischer Vergleich des G8 und G9 Bildungsganges

Entscheidungshilfe: G8 oder G9 für mein Kind?

Stundentafel G8
Stundentafel G9 (2017)

 
© 2007-2017 Antoniuskolleg Neunkirchen, gymnasium@antoniuskolleg.de
Von: http://content.antoniuskolleg.de/cms/schule/G8G9Modellversuch/G8G9.php