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Förderkonzept am Antoniuskolleg

Das Förderkonzept des Antoniuskollegs

Zentraler Leitgedanke des Förderkonzepts am Antoniuskolleg ist es, jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler individuell zu fördern.

Wir sind uns bewusst, dass jeder Mensch Neigungen und Fähigkeiten, aber auch Schwächen in sich trägt und wir bemühen uns, unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur eigenständigen Persönlichkeit ganzheitlich wahrzunehmen und zu bilden. Das heißt, wir sehen es als unsere Aufgabe an, die personalen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Als Schule ist es darüber hinaus selbstverständlich unser Ziel, ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen ausbauen und sie auf die zentralen Prüfungen vorzubereiten.


I. Förderung schulischer Leistungen:

In der Regel bringen alle Schülerinnen und Schüler, die ans Gymnasium kommen, eine Reihe von Begabungen mit, die wir entdecken und weiterentwickeln wollen. Auf der Basis dieser Begabungen planen wir unseren Fachunterricht und möchten die persönlichen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler sukzessive erweitern, mit der Zielsetzung, sie zum Abitur zu führen.
Im Laufe der Zeit erkennt man, dass zwei Schülergruppen auffallen: Schüler, deren Gabe es ist, mit beneidenswerter Leichtigkeit neue Lernstoffe aufzunehmen und zu verarbeiten, und Schüler, die Unterstützung brauchen, um ihre schulischen Leistungen stabilisieren zu können. So ergeben sich zwei Arten der zusätzlichen Förderung, die im regulären Unterrichtsangebot nicht genügend Platz finden: die Begabungsförderung und die Stützförderung.



1. Die Begabungsförderung

- im außerschulischen Bereich:
In jedem Jahr können Schülerinnen und Schüler unserer Schule Schülerakademien besuchen: die Deutsche Schülerakademie (Jgst 12), die Juniorakademie (Jgst 8+9), die Schülerakademie Mathematik und Informatik  Münster (Jgst 12) und die Sommerakademie Rheinbach (Jgst. 11 – 13). Einige Schülerinnen und Schüler nehmen trotz umständlicher Anfahrtswege auch an dem Förderprogramm der Universität Bonn (FFF) teil und besuchen in unterschiedlichsten Fächern Seminare und Vorlesungen.


- im Unterricht:
Neben der Möglichkeit, eine Klasse zu überspringen, gibt es in unserer Schule die sogenannte V-Klasse, in der begabte Schülerinnen und Schüler im G9-Modell das Abitur nach 8 Jahren ablegen können

– gemeinsam übersprungen wird die Jahrgangsstufe 11. In dieser Klasse können sie in einer relativ homogenen Gruppe lernen, finden dort Gleichgesinnte und können ihrem Leistungsstand gemäß intensiver gefördert werden.
Aufgrund des G8 Modells gibt es derzeit nur  in der Jahrgangsstufe 9 und 10 eine V-Klasse, über Alternativen ab der Klasse 5 denken wir nach.

Wir nutzen die Möglichkeit, unsere Schülerinnen und Schüler im Unterricht individuell zu fördern durch den Einsatz gesonderter Arbeitmaterialien in den unterschiedlichen Fächern.  Darüber hinaus nehmen wir jedes Jahr in vielen Fächern an Wettbewerben teil. Dabei ist besonders der Känguru-Wettbewerb im Fach Mathematik hervorzuheben.

Dienstags in der 3. Stunde trifft sich der „Pluskurs Begabtenförderung“, von den Teilnehmern PLEB-Kurs genannt. Dieser Kurs ist gedacht zur Förderung von Schülerinnen und Schülern, die aufgrund ihrer Begabung einzelnen Unterrichtsstunden fernbleiben können um an Themen, die über den normalen Unterricht hinausgehen, zu arbeiten. Er wird vor allem von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 – 9 besucht - Stufen, in denen es aufgrund der  achtjährigen Schulzeit keine V-Klasse gibt. Derzeit beschäftigt sich der Kurs mit dem Thema Zeit: Vorträge werden erarbeitet, Rätsel und Spiele erstellt, die im Vertretungsunterricht Verwendung finden können, auch eine Ausstellung ist geplant.



2. Die Stützförderung

Teilnahme an der „Komm-mit“-Initiative
Um die Stützförderung des Antoniuskollegs noch qualifizierter und individualisierter zu gestalten, nehmen wir seit dem Schuljahr 2008/09 an der „Komm mit“-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen teil.
Bei diesem Projekt geht es darum, die Schülerinnen und Schüler im wahrsten Sinne des Wortes mitzunehmen, und zwar in die nächste Jahrgangsstufe. Im Rahmen des Projekts möchten wir die Zahl der Sitzenbleiber am Ende eines Schuljahres verringern, indem wir möglichst frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um die Gefahr, eine Jahrgangsstufe wiederholen zu müssen, zu verhindern. Das Land stellt hierfür den teilnehmenden Schulen zusätzliche Stunden zur Verfügung. Die Initiative ist auf drei Jahre angelegt, sie wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.


Stützförderung am Antoniuskolleg
Gesamtübersicht der einzelnen Fördermaßnahmen, Anmeldemöglichkeiten

1. Finnische Engel
Individuellste Form der Betreuung von Schülerinnen und Schülern bei individuellen fachlichen, methodischen, vor allem aber persönlichen Problemen durch Lehrer;
Finnische Engel im Schuljahr 2009/10 sind Frau Rieger und Frau Schrief
Darüber steht  Pater Lüersmann als Schulseelsorger auch als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

2. Stützkurse
Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit konkreten fachlichen Problemen durch Lehrer zur Aufarbeitung der entstandenen individuellen Lücken
Übersicht der Stützkurse im Schuljahr 2009/10

3. Schüler helfen Schülern – Tutorengruppen
Betreuung von einer Schülergruppe einer Klasse oder Jahrgangsstufe durch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse zur Vertiefung des aktuellen Unterrichtsstoffes
Information und Anmeldeformular für das Projekt „Schüler helfen Schülern" (Ich biete an...)

4. Schüler helfen Schüler - Einzelnachhilfe
Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit fachlichen Problemen durch Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse zur Vertiefung des aktuellen Unterrichtsstoffes oder zur Aufarbeitung entstandener Defizite
Information und Anmeldeformular für das Projekt „Schüler helfen Schülern " (Ich biete an...)
Information und Anmeldeformular für das Projekt "Schüler helfen Schülern" (Ich suche ...)

5. AK-Clever
Angebot für Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 und 9 eine Lernumgebung in der Mediothek zu bereiten, in der sie täglich bis 15.15 Uhr eigenständig ihre Hausaufgaben anfertigen können; eine formlose Anmeldung bei Frau Altmann wird erbeten

6. Hausaufgabenbetreuung
Betreuung der Schülerinnen und Schüler bis 16.30 Uhr unter pädagogischer Anleitung
InformationundAnmeldung zur Hausaufgabenbetreuung

7. Bauernhofprojekt
3-5wöchiges „Praktikum“ für Schulverweigerer auf einem Bauernhof in Much


II. Methodentraining

Das Methodentraining orientiert sich an der allgemeinen Erkenntnis, dass selbstorganisiertes und strukturiertes Arbeiten sowie das Präsentieren von Unterrichtsstoff in einem mündlichen Vortrag immer mehr Schülerinnen und Schülern schwer fällt. Der Mangel an diesen Fähigkeiten kann im Laufe der Schulzeit bei vielen Schülern den Schulerfolg gefährden.

Aus dem Grund gibt es für die Klassen 5 – 7 zu Beginn jedes Halbjahres und für die Klasse 8 zu Beginn des ersten Halbjahres ein gezieltes Training im Umfang von ca. 4 Stunden zu einem methodischen Schwerpunkt, von dem wir glauben, dass die Beherrschung für viele Fächer wichtig ist. Diese methodische Kompetenz wird dann im Fachunterricht weiter angewendet, geübt und vertieft.


Methodenlehrplan für das Schuljahr 2009/ 10:  (G8)

Jgst. 5:
I. Kennenlerntage: Lerntypentest, Heftgestaltung, Hausaufgaben anfertigen, Lernumgebung, während des 1. Halbjahres: Einführung in die Bibliothek
II. Informationsbeschaffung, -verarbeitung und –präsentation

Jgst. 6:
I. Effektiv üben: Merkstrategien, Gedächtnisübungen
II. Visualisierungstechniken

Jgst. 7:
I. Referatgestaltung
II. Lerninhalte zusammenfassen; Notizen machen

Jgst. 8:
I. Referatgestaltung
II. Umgang mit dem Internet

Jgst. 9:
Vorbereitung des Praktikumsberichts unmittelbar vor dem Betriebspraktikum

Jgst. 10: Wissenschaftliches Arbeiten: Wiederholung und Spezifizierung des Methodenlernens hinsichtlich der Oberstufenarbeit

Jgst. 11:
Facharbeit

 
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