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Chronik

Aus der Chronik des Antoniuskollegs

(Download der Chronik  ab 1957 als PDF)


„Im Jahre 1899 in der sechsten Woche nach Ostern gründete der Pfarrer von Neunkirchen, Heinrich Schaaf, daselbst eine Höhere Schule für Knaben vom Lande.“

Mit diesem Satz beginnt die Chronik des Antoniuskollegs.

Mit seinem Werk wollte der hochherzige Seelsorger begabten und ordentlichen Jungen vom Lande den Weg zum höheren Studium bahnen.

„Die Zeitverhältnisse erheischten es, daß gerade brave katholische Knaben vom Lande höheren Studien zugeführt werden sollten.“

Vorerst konnte aber von einer eigentlichen Schule noch keine Rede sein. Die „Königliche Regierung zu Coblenz“ hatte zunächst nur „eine provisorische Erlaubnis zur Erteilung von Privatunterricht“ gegeben. Das wurde anders im Herbst 1901.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ein Lehrer des Antoniuskollegs, Herr Kaplan Kesselkaul, die Prüfung als Rektor abgelegt. Daher konnte die Anstalt jetzt „als eine berechtigte Privatschule“ durch den Minister anerkannt werden. Aus diesem Grunde wird das Jahr 1901 immer als Gründungsjahr des Antoniuskollegs angesehen.

 

Das Schuljahr 1902/1903 begann bereits mit 72 Schülern. Mehr als dürftig waren die ersten Behelfsräume für den Unterricht und die Unterkunft der Lehrkräfte, der Schwestern und der ersten auswärtigen Schüler. Pfarrer Schaaf nannte die nicht geringen Anfangsschwierigkeiten scherzhaft die „Kinderkrankheiten“ des Instituts.

 

Am 13.06.1902 begannen die Arbeiten an dem eigentlichen Schul- und Internatsgebäude. Ostern 1903 siedelte man in den bis dahin erstellten Teil des neuen Heims über, zu dessen Schutzherrn der heilige Antonius von Padua erwählt worden war.

 

Am 14.09.1906 stand der Neubau fertig da.

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Auch die Schülerzahl war ständig gewachsen. Pfarrer Schaaf hatte 1899 mit 17 Schülern aus seiner Pfarrei begonnen. Ostern 1906 besuchten bereits 238 Jungen die Schule, von denen über 200 im Konvikt wohnten.

 

Die Schule umfaßte damals nur die fünf unteren Gymnasialklassen VI bis OIII (5. - 9. Klasse). Nach dem Abschluß der Obertertia (= 9. Klasse) nahm das Gymnasium in Wipperfürth alljährlich die meisten Schüler aus Neunkirchen auf.

 

Die Jahre nach 1914 hatten auch das blühende Kolleg in Neunkirchen schwer getroffen, aber es erholte sich bald wieder. Im Dritten Reich blieb die Schule vorerst noch bestehen. Doch am 25. März 1939 mußte Direktor Peter Lewen, der seit 14 Jahren die Anstalt leitete, den Eltern mitteilen, daß die Schule durch Ministerialerlaß aufgehoben sei. Diese Mitteilung folgt hier im Wortlaut: „Vor 14 Tagen war mir von berufener Seite mitgeteilt worden, daß unsere Schule weiterhin bestehen bleiben würde. Heute erfahre ich zu meinem großen Schmerz, daß sie durch Verfügung des Herrn Ministers aufgehoben worden ist und mit Beendigung des laufenden Schuljahres ihre Tätigkeit einstellen muß.“

 

Der Staat richtete zunächst in den Gebäuden Aufbaulehrgänge für Schulamtsbewerber ein. Später diente das Haus als Kinder- und Waisenheim und stand vorübergehend leer.

 

Im Jahre 1956 erklärten sich die Salesianer Don Boscos nach längeren Verhandlungen bereit, das verpflichtende Erbe anzutreten und das Werk - Antoniuskolleg in Neunkirchen - zu übernehmen, das seit 1939 jäh unterbrochen worden war. Bald begann ein großzügiges Planen. Das Antoniuskolleg sollte viel geräumiger wiedererstehen.

 

Nach dem Wiederaufbau des bisherigen stark beschädigten Schul- und Internatsgebäudes zogen Ostern 1957 die ersten Schüler wieder in die neuen Räume ein. Mit 42 Sextanern konnte nach langer Unterbrechung der Unterricht wiederaufgenommen werden. (Zeitungsartikel)

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Am 2. Mai 1957 wurde in der vorläufigen Hauskapelle wieder der erste Gottesdienst gefeiert.

Am 24. September 1957 fand das Richtfest des neuen Schwesternhauses statt, das am 30. Juni 1958 eingeweiht wurde. Heute wird das Schwesternhaus als Tagungshaus für Jugend- und Erwachsenengruppen zur Verfügung gestellt.

Am 08.04.1959 wurde der Internatserweiterungsbau bezogen. Drei große Räume wurden vorerst noch als Klassenräume genutzt.

Im Juli 1959 wurde mit dem Bau der eigentlichen Schule begonnen. Im Dezember 1959 waren die Hauskapelle (Zeitungsartikel) und die darunterliegende Turnhalle fertiggestellt, 1961 das neue Schulgebäude. Zu Beginn des Schuljahres bezogen fünf Klassen die neuen Räume. (Zeitungsartikel 1), (Zeitungsartikel 2)

(Bild der Kapelle 1959, Klicken für Vergrößerung)

Am 13.10.1965 fand die Einweihung der neuen Aula statt. Sie ist das Geschenk eines deutschen Großkaufmanns.

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Am 01. Februar 1966 fand das erste Abitur am Antoniuskolleg statt. Dieser außergewöhnliche Termin ergab sich wegen des damaligen Kurzschuljahres.

Anfang November 1967 begann der Schulträger mit dem Bau eines Freizeitheimes mit zwei Kegelbahnen im Kellergeschoß. (Zeitungsartikel von Fertigstellung 1969)
 

Seit 1970/71 nimmt das Antoniuskolleg auf dringenden Wunsch vieler Eltern auch Mädchen im Gymnasium auf. Zur gleichen Zeit ersetzte Englisch das Fach Latein als Anfangssprache. Diese Umstellung war weitgehend durch die Auswirkungen der sogenannten Erprobungsstufe gefordert.

 

Im März 1974 bezogen zwei Schulklassen den neuerbauten Schulpavillon. (Zeitungsartikel von "Tag des Antoniuskolleg" 1974) Im November 1974 wurde mit dem Bau eines weiteren fünfklassigen Schulpavillons begonnen. Die Schule wuchs im Laufe der Jahre sehr stark an (Zeitungsartikel von 1976), so daß bereits 1977 Überlegungen für einen weiteren Anbau angestellt wurden. Der Baubeginn für diesen Schulanbau war im Jahr 1978. (weiterer Zeitungsartikel, Zeitungsartikel 1 zum Jubiläum, Zeitungsartikel 2 zum Jubiläum)

Am 08.12.1980 weihte der Erzbischof den Schulerweiterungsbau mit Fachräumen für Biologie, Physik, Chemie und einem Sprachlabor offiziell ein und übergab ihn seinen Bestimmungen. (Zeitungsartikel zu Erweiterungsbau, Zeitungsartikel 1 zu Jugend forscht, Zeitungsartikel 1 zu Jugend forscht)

In der Zwischenzeit ließ man auch den älteren Teil der Schule renovieren.

 

Die immer noch auf 300 Schüler ausgerichtete Sporthalle war durch den starken Zugang an Schülerinnen und Schülern im Antoniuskolleg bei weitem nicht mehr in der Lage, einem ordnungsgemäßen Sportunterricht standzuhalten. Bereits ab 1977 fanden Verhandlungen über den Bau einer größeren Sporthalle statt.

Am 10. Dezember 1984 wurde das Antoniuskolleg telefonisch informiert, daß die geplante neue zweieinhalbfache Sporthalle genehmigt sei. 1985 wurde mit dem Bau der Sporthalle begonnen; am 11. Juni 1986 wurde das Richtfest gefeiert und am 14. August 1986 wurde die neue Don Bosco Sporthalle feierlich eingeweiht. Seitdem nutzen die Schüler/innen des AK diese schöne Halle im Rahmen des Unterrichts, der zahlreichen Sportarbeitsgemeinschaften und des Schulsportvereins, der DJK Antoniuskolleg.

 

Im Juni 1995 wurden die Pavillons abgerissen. An ihrer Stelle entstand ein fester Bau. Nach nur einem Jahr Bauzeit war dieses „Franz von Sales-Haus“ fertiggestellt. Anstelle der bisherigen 7 Räume stehen nun 12 Räume (u.a. ein geräumiger Computerraum) für den Unterricht zur Verfügung.

 

In einer Projektwoche im Juni 1996 machten sich Schüler/innen und Lehrer/innen selbst das schönste Geschenk: Mit vielen Ideen und großer Einsatzbereitschaft wurden Flure und Klassenräume neugestaltet. Es entstand eine Schule, in der auch die Räumlichkeiten eine schülerfreundliche Atmosphäre verbreiten.

 

Im Schuljahr 2001/02 besuchten 1080 Schüler/innen das Antoniuskolleg. Im laufenden Schuljahr 2002/03 unterrichten 74 Lehrer/innen an unserer Schule.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2002/03 wurde - zunächst für eine Probezeit von drei Jahren – die Fünf-Tage-Woche eingeführt.

 

Von Montag bis Freitag findet nachmittags für Schüler/innen der Sekundarstufe I Hausaufgabenbetreuung von 13.45 Uhr - 16.30 Uhr statt. Es besteht die Möglichkeit, in der Mensa zu Mittag zu essen.

 

Infolge zu geringer Nachfrage wurde das Internat zum 31.07.1998 geschlossen.

 

Im Jahr 2000 fiel der Startschuss, um das AK auch im Bereich der Neuen Medien dem Stand der Technik anzunähern. Investitionen in sechsstelliger Höhe ermöglichen heute unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur in den Fachräumen an einzelnen Geräten, sondern auch im Klassenverband mit Computern zu arbeiten und moderne Wege der Informationsbeschaffung und –verarbeitung zu gehen.

 

 

 

 

Neunkirchen, im November 2002

Zusatz im August 2007: Es wurden alte Zeitungsartikel und Bilder gescannt und hier zum anschauen in die Chronik gesetzt und eine neuere Chronik wurde zum Download bereitgestellt. Das "50 Jahre AK in Bildern Projekt".

 
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