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Trauer um Heribert Calleen

26.11.2017


Das Antoniuskolleg trauert um Herrn Heribert Calleen, der am 24. November 2017 im Alter von 93 Jahren in seiner Heimatstadt Köln verstorben ist. Herr Calleen war dem Antoniuskolleg insbesondere durch seine künstlerischen Arbeiten im Bereich der Hauskapelle sowie der 2015 neu eingeweihten Schutzengel-Figur am Haupteingang bekannt.

Als Schüler war Heribert Calleen von 1935 bis 1938 zunächst selber Schüler am Antoniuskolleg (damals noch „Antoniuskonvikt“). Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich bei den Dombauhütten in Köln zunächst zum Steinmetz ausbilden, um danach – ebenfalls in Köln – Bildhauerei zu studieren. Mit Eröffnung eines eigenen Ateliers im Jahre 1954 begann er seine künstlerische Laufbahn und produzierte Werke für den privaten, aber auch den öffentlichen und insbesondere den sakralen Raum. Zudem wurde er Grabmalberater bei der Kölner Friedhofsverwaltung, ein Amt, das er bis 1987 innehatte. In vielen Kölner Kirchen und auf Friedhöfen lassen sich noch heute zahlreiche Zeugnisse der Arbeit Heribert Calleens finden.

Seine Verbindung zum Antoniuskolleg blieb auch nach seiner Zeit als Schüler erhalten, da er in der Nachkriegszeit durch eine glückliche Fügung den letzten geistlichen Direktor der von den Nationalsozialisten geschlossenen Schule, Prälat Lewen, wiedertraf. Lewen zeichnete 1958 maßgeblich für die Wiedereröffnung des Antoniuskollegs verantwortlich und erteilte Calleen den Auftrag, einen Großteil der sakralen Arbeiten der neuen Höheren Schule zu erschaffen. So entstammen das Eingangsportal der Hauskapelle, deren Altar- und Tabernakelgestaltung sowie die gesamte sakrale Ausstattung der mittlerweile abgerissenen Kapelle des Schwesternhauses der künstlerischen Feder Heribert Calleens.

Prägendstes Element seines Schaffens am Antoniuskolleg ist aber sicherlich das langjährige Wahrzeichen der Schule: die Windfahne in Form eines Engels auf dem Dach des ehemaligen Internatsgebäudes. Im Zuge umfangreicher Baumaßnahmen am AK wurde der Engel im September 2014 demontiert und durch die Neunkirchener Kunst- und Bauschlosserei Björn Kaufner aufwändig restauriert. Die zu diesem Zeitpunkt in Vergessenheit geratene Verbindung zum Kölner Bildhauer Heribert Calleen hatten zuvor erst Nachforschungen Dieter Siebert-Gaspers aufgedeckt, der bis 2012 selber Lehrer am Antoniuskolleg gewesen war.


Im Jahre 2015 ließ es sich der damals 91-jährige Künstler nicht nehmen, in Begleitung seiner Tochter Florine persönlich an der Enthüllung der restaurierten Engelfigur teilzunehmen. Die Neuinstallation des „Schutzengels“ am Eingang zur Schule sah Calleen als Bestätigung seines Ursprungsgedankens, die Figur vor allem für die Lernenden am Antoniuskolleg entworfen zu haben. Von der andauernden Wertschätzung seiner Skulptur zeigte er sich bei der Einsegnungsfeier nach Abschluss der Neu- und Umbauarbeiten sichtlich erfreut und gerührt.


Die humorvolle, aber stets zurückhaltende und bescheidene Art Heribert Calleens war deutliches Indiz dafür, dass die Kunstwerke für das Antoniuskolleg nicht zum Selbstzweck entstanden, sondern auch Ausdruck menschlicher Zuneigung und Verbundenheit waren. Dankbar blicken wir auf Herrn Calleens besondere Verbindung zum Antoniuskolleg. Die Schulgemeinschaft des Antoniuskollegs wird dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren, nicht zuletzt in den weithin sichtbaren Zeichen seines künstlerischen Lebens und Wirkens.


Fotos: www.nk-se.info (Fotos aus Fotomontage) und Hildegard Reininghaus (Fotos 2+3)


Weitere Informationen zur Verbindung von Heribert Calleen und dem Antoniuskolleg finden sich in nachstehend genannten Beiträgen.


·Siebert-Gasper, Dieter (2016): „Die Rückkehr des Schutzengels“, Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises (Hrsg. Rhein-Sieg-Kreis).


·Siebert-Gasper, Dieter (2015): „Zur künstlerischen Ausstattung des Antoniuskollegs Neunkirchen“, Heimatblätter: Jahrbuch 2015 (Hrsg. HGV Neunkirchen-Seelscheid). (vgl. auch Fotomontage)


 
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