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Mit der „Tollen Lotte“ die Weltmeere bezwungen Chor der 5. Klassen präsentierte „Die Seefahrt nach Rio“

01.08.2017

Große Aufregung herrschte unter den 55 „jungen Matrosen“, die am Dienstag vor den Sommerferien unter der Bühne der prall gefüllten Aula des Antoniuskollegs auf ihren Auftritt warteten. Getragen vom Begrüßungsapplaus der Zuschauer betraten die Sängerinnen und Sänger des Chores der Klassen 5d und 5e in „Seemannskleidung“ die Bühne. Die maritime Kleidung der jungen Sängerinnen und Sänger verriet dabei bereits, dass man an diesem sommerlichen Abend (musikalisch) in See stechen würde, denn der Chor präsentierte „Die Seefahrt nach Rio“, welche von Heinz Geese nach Texten von James Krüss komponiert worden war.








Getragen von der nuancenreichen Klavierbegleitung Johannes Götz’ stieß der Chor unter der Leitung von Janine Christgen und Brita Recker in See. Das szenische Spiel der Sängerinnen und Sänger machte schnell klar: Hier handelte es sich nicht um eine gewöhnliche Seefahrt, denn die Seefahrt ereignete sich, so hatte es James Krüss erdacht, in einem Wohnzimmer. Weil an einem regnerischen Nachmittag Langeweile herrscht, beschließen die sieben Freunde Lottchen, Annegret, Michel, Franzel, Hansel, Gert und der kleine Adalbert, eine Seereise nach Rio nachzuspielen –  mit allem, was die Wohnung an Möbeln und Requisiten hergibt. So verwandelte sich auch das auf der Bühne des Antoniuskollegs aufgebaute „Wohnzimmer“ nach und nach in eine fantasievolle Seefahrtkulisse. Aus dem Sofa und den Sesseln wurde ein hochseetaugliches Schiff namens „Tolle Lotte“ gebaut, wobei man aus einem Besen den Fahnenmast und aus einem alten Handtuch die Flagge bastelte. Mit Konfetti wurde das Schiff getauft und konnte dann, nachdem auch musikalisch die „Leinen gelöst“ und „die Maschinen angeworfen“ worden waren, auf Jungfernfahrt gehen.



Alle Lieder der szenischen Kantate wurden auswendig vorgetragen und waren teilweise mit choreographischen Elementen unterlegt. Zudem sang der Chor fast durchgängig zweistimmig, was eine beachtliche Leistung darstellt, da die jungen Sängerinnen und Sänger erst vor einem Jahr zu einem Chor zusammengefasst und seitdem zwei Stunden wöchentlich nach dem Chorklassenprinzip unterrichtet wurden. So konnten die Kinder nun im Konzert zeigen, wie sie innerhalb des letzten Schuljahres zu einem Chor zusammengewachsen sind und wie sie ihr stimmliches Potential sowie ihre Hör- und Klangvorstellungen entwickelt und entfaltet haben.








Gemeinsam mit den Zuhörern begab sich der Chor mit der „Tollen Lotte“ auf den Weg nach Rio und Hawaii. Dabei machten ihnen starken Stürme und Heimweh zu schaffen, aber Hafenurlaub und die Entdeckung fremder Inseln, wie etwa der Südsee-Insel „Witschi Watschi Wu“, entschädigten für alle Strapazen. Dabei zauste der Wind aus dem Blasebalg an den Haaren, musste eine Insel aus einer Wäschetruhe geschaffen werden, schlugen die Wellen der Tischdecke ums Heck und flogen Spielzeuglöwe, Plastikschwan und Teddybär als Möwenersatz an einem sich drehenden Regenschirm. So segelte der Chor, getragen von einem begeisterten Publikum, durch eine kurzweilige erste Konzerthälfte.





Während die Sänger in der Pause die Bühne umbauten, konnten die Besucher Speisen und Getränke zu Gunsten des Waisendorfes Baan Gerda erwerben, für das auch die Spenden des Konzerts bestimmt waren.

Nach der Pause gaben die 55 Sängerinnen und Sängern der Klassen 5d und 5e mit dem „Do-Re-Mi-Lied“ aus dem Musical „The Sound of Music“ einen Einblick in ihren Chorunterricht; denn wie im Lied bildet auch für die Choristen die Technik der Solmisation, neben Stimmbildung, Rhythmuslehre und Repertoireerwerb, eine tragende Säule der Chorarbeit.

Mit den Liedern „Swing“ und „Supercalifragilistisch“ verabschiedete sich der Chor schwungvoll von seinem enthusiastischen Publikum, das den Sängerinnen und Sängern mit langanhaltendem Applaus und großem Jubel für ihre fantastische Leistung dankte.


Janine Christgen

 
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