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UpSideDown – Theaterstück des Differenzierungskurses „Darstellendes Spiel“ der Jahrgangsstufe 9

12.07.2017


Communication is the key / It connects both you and me

I send it you receive it / I send it you receive it


Kulturell wurde am Antoniuskolleg in den Wochen vor den Ferien einiges geboten: Teil der reichhaltigen Angebotspalette war auch das Theaterstück des Differenzierungskurses „Darstellendes Spiel“ der Jahrgangsstufe 9. Die Theateraufführungen bildeten zugleich den diesjährigen Abschluss des Kurses, der in der Jahrgangsstufe 8 beginnt und in Klasse 9 auf Englisch unterrichtet wird.


In dem Stück namens „UpSideDown“ ging es unter der Leitung von Daniela Elter, gleichzeitig auch Autorin des Werkes, in drei Akten um Entwicklung und Ausprägungen menschlicher Kommunikation. Im Mittelpunkt standen hierbei insbesondere die Nutzung des Handys und deren Folgen, nicht zuletzt auch im Spannungsfeld „Familie“. Dargestellt wurde das Thema anhand dreier Zeitabschnitte, die in unterschiedlicher Ausprägung die Problematik verstärkt digitalisiert stattfindender Kommunikation beleuchteten.


Der erste Akt weckte Erinnerungen an die Zeit um 1990: Es gab noch keine Handys und wer nicht das Briefpapier aus dem Schrank hervorholen wollte, hatte nur eine Wahl: auf der Treppe einen ruhigen Moment ergattern, in dem das grüne Gerät mit Schnur und Wählscheibe frei war. Schnell wurde deutlich: Eltern und Kinder fochten auch vor rund dreißig Jahren ihre Kämpfe miteinander aus, aber es gab sie noch, die echten, verbindlichen und analogen Gespräche – mit Gefühlen.



Die Zeit um das Jahr 2020 war Kern des zweiten Aktes. Die Kinder von 1990 waren erwachsen geworden und die Nutzung von Handy und Smartphone war omnipräsent. „Multitasking“ hieß die neue Zauberformel, doch es war offensichtlich, dass sich menschliche Nähe, Messaging am Smartphone, gegenseitiges Verständnis und das gleichzeitige Öffnen von Tütensuppen nicht wirklich gut vertrugen. Mehr als einmal wurde deutlich, dass Sender und Empfänger nicht auf der gleichen Wellenlänge funkten – und die zahlreichen Zuschauer waren durchaus geneigt, dem Smartphone dafür eine nicht unerhebliche Schuld zu geben.



Spätestens im dritten Akt nahm das Stück im Zuge vollständiger Digitalisierung eine Wendung hin zur dystopischen Gesellschaftsschau. Schule war auf die Arbeit mit dem Tablet reduziert und die Kommunikation der Jugendlichen fand ausschließlich in Chatrooms statt. Bücher? Irrelevant! Neben dem Smartphone war das Fernsehen das Medium der Wahl. Konkrete Bilder statt Fantasie, Berechenbarkeit statt unkontrollierter Emotionen.



Beeindruckend war neben der schauspielerischen vor allem die sprachliche Leistung der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die das gesamte Theaterstück auf Englisch und ohne Mikrofon darboten. Nachricht angekommen! Und aufgrund der kreativen Umsetzung des Skripts, vieler Pointen und gelungener Improvisationen klappte der Austausch ebenso reibungslos in die andere Richtung: Es war offensichtlich, dass der begeisterte Applaus der Zuschauer jeden der Akteure auf der Bühne erreichte. Kommunikation gelungen!



Sebastian Patt

 
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