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„Juggern, Taggen und nachher noch’n bisschen Cachen“ – Boys’ Day 2017

10.07.2017



Wer Herbert Grönemeyers Hit kennt, der weiß, dass Männer Muskeln haben, furchtbar stark sind, alles können und eigentlich mindestens durch jede Wand, sicherlich aber immer weiter müssen. Doch es gibt sie auch, die verletzliche und empathische Seite der Männer (weiß schon Grönemeyer): außen hart und innen ganz weich – menschlich eben.


Und um genau dieser menschlichen Vielschichtigkeit gerecht zu werden, die gerade nicht an ein Geschlecht gekoppelt ist, fand auch in diesem Jahr am Antoniuskolleg wieder der sogenannte „Boys’ Day“ statt. Dieser folgtdem Kernanliegen der Malteser,Stärken und Talente eines jeden Einzelnen sichtbar zu machen. Nur so können langfristig Stereotype im Umgang überwunden und Lebensperspektiven und Verantwortung entwickelt werden. Im Fokus stehen an diesem Tag vor allem die Jungen der Jahrgangsstufen 8 bis 10, die sich in verschiedenen Projekten ihren Interessen und Stärken widmen können, aber auch Unbekanntes und Neues ausprobieren dürfen.


Der Organisator des „Boys’ Day“ am Antoniuskolleg, Diemo Seiffert, fasst die konzeptionelle Idee wie folgt zusammen: „Jeder Schüler, ganz gleich ob Mädchen oder Junge, soll wissen, dass es gut ist, so wie er oder sie ist. Es muss uns gelingen, dass alle Schüler die Vielfalt ihrer Möglichkeiten entdecken.“ Für einen Einblick in die vielzitierte Vielfalt der Möglichkeiten sorgte der „Boys’ Day 2017“ am AK in jedem Fall.



Schüler mit Stärken in den Bereichen „Heimwerken“ und „Fotografieren“ kamen ebenso auf ihre Kosten wie die künstlerisch Begabten: Die kreative Seite der Jugendlichen wurde gerade beim Graffiti-Sprayen besonders beansprucht. Hier ging es nämlich nicht um sinnloses Verbreiten von Namenskürzeln – sogenannten ‚Tags’ – an Türen und Wänden der Schultoilette, sondern um ästhetische Aspekte der Schulgestaltung. So freut sich die Mediothek des Antoniuskolleg seit Ende der letzten Woche beispielsweise über neue Hinweisschilder in ihren Räumlichkeiten und an ihren Regalen.



Wer zudem erfahren wollte, dass leckeres Essen mehr bedeutet als „Nudeln plus Wasser durch Hitze mal Zeit“, hatte dazu am „Boys’ Day“ ebenso Gelegenheit, wie diejenigen, die wissen wollten, was in Sachen Sex für Männer eigentlich besonders oder wissenswert ist.


Dass das Antoniuskolleg nicht zuletzt durch seine lange Historie immer eine Symbiose von Tradition und Moderne ist, wurde spätestens dann deutlich, als die kleine Turnhalle des AK von martialischem Angriffsgeschrei erzitterte und man das Schlimmste befürchten musste. Doch bei genauerem Hinsehen wurde klar: Es wurde keine Burg erstürmt, sondern „Juggern“ stand auf dem Programm. Juggern? Juggern! Wenn man so will, eine Mischung aus traditionellem Ritterspiel mit Schild und Lanze und modernen Individualsportarten wie Fechten und Ringen. Nur eben in Turnschuhen, im Team und bei Bedarf mit Kampfgeschrei.



Und wer glaubte, dass sich alle Projektgruppen am frühen Nachmittag auflösten, lag völlig falsch. „Lost im Rhein-Sieg-Kreis“ hieß das Motto der Teilnehmer des Projektes „Geocaching“, die sich mit einsetzender Dunkelheit auf den Weg machten, angeführt von Guido Rodemers und Philipp Grabolle. Ob sie die Nacht sprichwörtlich zum Tage machten, ist nicht bekannt; um ca. 3.00 Uhr sollen jedoch alle Schatzsucher wohlbehalten zum Antoniuskolleg zurückgekehrt sein und waren mindestens um eine Menge toller Erfahrungen reicher.


Alle Teilnehmer des „Boys’ Day“ – ob nun aktiv beim Juggern, Taggen oder Cachen (nicht zu verwechseln mit Kochen!) – zeigten sich mit ihren Projekten und deren Ergebnissen sehr zufrieden und es gab eine Menge leuchtender Augen, wenn über das Erlebte erzählt und auf das kommende Jahr vorausgeblickt wurde.


Sebastian Patt


 
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